Zurück zur arbeitsreichen Normalität - Das 100-jährige Gründungsfest unserer Wehr, das im Juni 2024 stattfand, ist Geschichte.
Es wird als eine sehr erfolgreiche Veranstaltung in Erinnerung bleiben, in die viel Arbeit investiert wurde. Deswegen wurde die normale, reguläre Feuerwehrabreit im ersten Halbjahr auf ein Mindestmaß zurückgefahren. Im zweiten Halbjahr fiel die Doppelbelastung weg, die Feuerwehrtätigkeiten wurden in allen Bereichen hochgefahren. "Es gab keine Zeit, um sich zurückzulehnen", schickte 1. Vorstand Andreas Huber den Tätigkeitsberichten bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gruber, Breitengern, voraus.
Mehrere Ehrengäste waren da: Fürstenzells 3. Bürgermeister Michael Gruber, Neuburgs 3. Bürgermeisterin Ursula Raida, die Ehrenkommandanten Kurt Eglseder und Walter Krompaß sen., sowie die Ehrenmitglieder Hans Ginglseder, Alois Holzhammer und Karl-Heinz Stockinger.
Eine Gedenkminute wurde für die verstorbenen Mitglieder Josef Stockinger, Ferdinand Bauer und Josef Kopfinger eingelegt.
Das Vereinsgeschehen 2024 ließ Schriftführerin Johanna Kapsner Revue passieren. Sie verwies in ihrem umfangreichen Bericht auf eine große Anzahl von Terminen, sowohl eigene Veranstaltungen wie das große Gründungsjubiläum und das Patenbitten zuvor bei der Feuerwehr Jägerwirth, als auch auf Teilnahmen an öffentlichen Veranstaltungen und Anlässen in der Nachbarschaft wie Feuerwehrfesten in Hartkirchen und Würding. Der beliebte Seniorenstammtisch, der von Alois Holzhammer organisiert wird, fand im Berichtszeitraum viermal statt.
Zufrieden zeigte sich Andreas Holzhammer in seinem Kassenbericht. Der Kassensturz nach dem Gründungsfest habe ein schönes Plus ergeben, auch dank der Spenden von Unternehmen und Privatpersonen. Auch die Christbaumversteigerung habe dem Verein einen schönen Gewinn beschert. Die Kassenprüfer Josef Kapsner und Johann Ginglseder bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung.
Erfreuliches konnte auch Maximilian Tölke für den Bereich Atemschutz vermelden. Die Zahl der Atemschutzträger habe sich auf 18 erhöht, vier mehr als im Vorjahr. Im Berichtsjahr waren vier Atemschutzeinsätze mit insgesamt 36 Einsatzstunden zu verzeichnen. Drei Übungen seien 2024 absolviert worden.
Leider nur drei Mitglieder umfasse derzeit die Jugendgruppe der Wehr, berichtete Jugendwartin Anna-Lena Veicht. Über neue Mitglieder würden sie sich sehr freuen, dait sie auch weiterhin erfolgreiche Jugendarbeit leisten könnten. Der Jugendausflug führte zusammen mit ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in den Escape-Room nach Passau.
Ein ereignisreiches Jahr liegt auch hinter der Kinderfeuerwehr, deren "eigene Jahreshauptversammlung" eine Stunde vor der offiziellen Jahreshauptversammlung abgehalten wurde, wie Katharina Förg informierte. Fünf neue Mitglieder seien in die Kindergruppe aufgenommen worden, das älteste Mitglieder, Laura Wilke, stieg in die Jugendgruppe aus. Acht Kinder erreichten die erste Stufe des Kinderflämmchens. Bei verschiedenen Unternehumgen wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, wie bei einer Übernachtung im Feuerwehrhaus, beim Basteln eines fliegenden Drachens oder beim Pizzabacken. Elf "Übungen" seien abgehalten worden, mit insgesamt 440 Stunden. Feuerwehrkind des Jahres wurde Ava Schützenberger mit 41 geleisteten Stunden. Katharina Förg dankte ihren Mitbetreuerinnen Elisabeth Tölke, Anna-Lena Veicht und Maria Jodlbauer für die gewährte Unterstützung.
In seinem Kommandantenbericht ging Manfred Wimmer näher auf elf Einsätze ein, darunter fünf Brände und drei THL-Einsätze (Unfälle). Dabei waren 91 Feuerwehrdienstleistende in 135 Einsatzstunden aktiv. Großer Wert sei wieder auf einen hohen Ausbildungsstand gelegt worden. Beim Truppführer-Lehrgang in Fürstenzell nahmen Sebastian Sanladerer und Paul Weinberger teil, beim Lehrgang "Modulare Truppausbildung" in Engertsham Hannah Krompaß. Beim Motorsägenkurs in Bad Höhenstadt waren Hans Ginglseder, Florian Schmalhofer und Paul Weinberger. Den Maschinisten-Lehrgang in Neukirchen/Inn absolvierten Lukas Veicht und Paul Weinberger, den Atemschutzlehrgang in Vilshofen Sebastian Sanladerer und Paul Weinberger. An einem Seminar in Bad Griesbach zum Thema "Umgang mit Öl-Spuren" war die Feuerwehr Kleingern mit Tobias Tölke, Paul Weinberger, Lukas Veicht und Manfred Wimmer vertreten, Max Tölke bildete sich beim Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" weiter. Eine Großübung mit fünf Feuerwehren stand im Frühjahr auf dem Programm. Ort des Geschehens war der Waldpointner-Hof in Gföhret. Weiter wurde eine Gemeinschaftsübung mit der Feuerwehr Jägerwirth und dem Schwerpunkt Personenrettung und Brandbekämpfung abgehalten.
In Summe wurden im Berichtsjahr von den aktiven Mitgliedern 1586 Stunden geleistet. Die Wehr habe zurzeit 173 Mitglieder, davon 38 Aktive und drei Anwärter im Alter von 12 bis 18 Jahren. Damit konnte die Feuerwehr den Mitgliederstand im Vergleich zum Vorjahr um 14 erhöhen.
Erfreut zeigte er sich über vier Neuzugänge in der aktiven Mannschaft: Manuel Lang, Christina Wimmer, Christoph Hoeren und Verena Preisinger. Per Handschlag wurde Laura Wilke in die Jugendfeuerwehr aufgenommen.
Den Titel "Feuerwehrmann des Jahres" errang Paul Weinberger mit 144 geleisteten Arbeitsstunden.
Im Anschluss nahm die Feuerwehr-Führung Ehrungen für langjährigen Einsatz und Verbundenheit mit der Wehr vor. Für 10-jährige aktive Dienstzeit wurde Florian Schmalhofer ausgezeichnet, für 40-jährige aktive Dienstzeit Manfred Wimmer. Für 40-jährige Mitgliedschaft im Verein wurden Walter Krompaß jun. und Gerhard Wieser geehrt, für 50 Jahre Max Baumgartner, Alwin Christoph, Gerold Gingsleder, Karl-Heinz Gruber und Karl-Heinz Holzbauer. Letzterer und Johann Kitzbichler erreichten im Berichtsjahr die Altersgrenze von 65 Jahren und müssen daher aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Ihnen wurde für ihren langjährigen Einsatz mit einem Geschenk gedankt.
Zum Feuerwehrmann wurde Hannes Boesner befördert, zu Oberfeuerwehrmann/frau Anna-Lena Veicht, Sara Reitmeier und Paul Weinberger, zu Hauptfeuerwehrmann/frau Sebastian Bürgermeister, Lukas Veicht, Sebastian Sanladerer und Florian Schmalhofer. Ihre Ausbildung zu Atemschutzträgern haben Paul Weinberger, Sebastian Sanladerer und Marco Keim abgeschlossen, zu Maschinisten Paul Weinberger und Lukas Veicht.
Die beiden Gemeindevertreter äußerten sehr positiv über die Arbeit und die gesellschaftliche Bedeutung der Kleingerner Wehr. Michael Gruber sagte, dass Kleingern bei seinem Gründungsfest bewiesen habe, dass auch kleine Dörfer zu großen Leistungen fähig sind, wenn der Zusammenhalt stimmt. Und dies sei in Kleingern zweifellos der Fall. Hier sei die Feuerwehr das Zentrum für die Dorfgemeinschaft und sie fülle diese Rolle seit jeher in beispielhafter Art und Weise aus.
Ursula Raida meinte, der Slogan "In Kloagern bin i gern" treffe auch für sie zu, sie empfände großen Respekt für den Zusammenhalt der Feuerwehrler nicht nur beim Jubelfest, sondern auch bei Einsätzen und vielen gesellschaftlichen Anlässen.
Text: Josef Hechberger
Quelle: PNP